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Bereits am Samstag, den 22. Januar 2011 veranstaltete der Arbeitskreis HvO Kraichgau West im DRK KV Heilbronn seinen zweiten HvO Ausbildungstag. Auch zu dieser Veranstaltung konnten die Verantwortlichen des Arbeitskreises, Melanie Mayer und Dr. Stefan Linke wieder an die 40 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen DRK Kreisverband Heilbronn begrüßen.
Neben der obligatorischen Unterweisung in die Themen rechtliche Aspekte, Einsatztaktik und Schweigepflicht durch den HvO- Projektleiter im DRK Kreisverband Heilbronn, Achim Schugt – HvO (Helfer-vor-Ort) sind ehrenamtlich tätige, aktive Mitglieder mit besonderen Zusatzqualifikationen in den DRK- Ortsvereinen, die bei einem Notfall durch die Rettungsleitstelle alarmiert werden und mit einer schnellen und qualifizierten ersten Hilfe das behandlungsfreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken – standen weitere, interessante Fachbeiträge auf dem Programm.
So berichtete Jürgen Blind vom DRK Kreisverband über seine Tätigkeit im Notfall-Nachsorge-Dienst oder als Mitglied im Krisen-Interventions-Team des Landes Baden-Württemberg, das zum Beispiel auch bei Amoklauf in Winnenden zum Einsatz kam. Der NND leistet in Zusammenarbeit mit den ökumenischen Notfallseelsorgern hauptsächlich nichtmedizinische Hilfe bei jeder Art von Notfällen, zum Beispiel durch Betreuung der Angehörigen von Unfallopfern, wenn diese durch die aktuelle Notfallsituation an die Grenzen der psychischen Belastbarkeit stoßen. Qualifiziert durch eine besondere Schulung bilden die Mitglieder des NND eine Brückenfunktion zur professionellen Psychotherapie, um somit zum Beispiel für die Betroffenen die Folgen einer posttraumatischen Belastungsstörung so gering wie möglich zu halten.
Nach einer ausgedehnten Mittagspause und reichlich Zeit für den Gedanken- und Erfahrungsaustausch untereinander berichtete dann Sabrina Bierbrauer von ihrer Arbeit als Disponentin auf der Rettungsleitstelle und gab den Anwesenden wichtige Hinweise darüber, wie die Zusammenarbeit von HvO und Rettungsdienst aus der Sicht der Leitstelle optimal ablaufen kann.
Abschließend folgte ein Fachbeitrag durch den leitenden Notarzt Dr. Stefan Linke zum Thema „Synkope, das (un)bekannte Wesen“ – einem plötzlichen und vorübergehendem Verlust von Bewusstsein und Muskeltonus, der durch eine vorübergehende Sauerstoffminderversorgung des Gehirns ausgelöst wird und von der sich der Patient in der Regel spontan wieder erholt. In spannenden und anschaulichen Beispielen veranschaulichte Dr. Linke den Teilnehmern die Vielfältigkeit dieses Symptoms.
Gegen 16.30 Uhr dankte Melanie Mayer im Namen des Leitungskreises des HvO Kraichgau West allen Referenten und Teilnehmern für das große Interesse, insbesonders aber auch dem DRK Ortsverein Eppingen für dessen Gastfreundschaft sowie für die Bereitstellung des Unterrichtsraumes und wünschte allen noch einen guten und unfallfreien Heimweg.
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